Andrea Esser   Klassische Homöopathie

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Fallbeispiele

(Die Daten wurden geändert, um die Anonymität zu wahren)

Markus, 11 Jahre, Asthma seit dem 9. Lebensjahr

Markus kommt auf eigenes Betreiben zur homöopathischen Behandlung, er möchte mal was ausprobieren, sagt er. Er treibt gerne Sport und möchte wieder Fußball spielen können.

Atemnot bekommt er bei jeder körperlichen Anstrengung, und immer wenn er schwitzt, benutzt er sein Spray, und muss  sich ruhig, nach vorne gebeugt hinsetzen. Wenn er etwas Kaltes trinkt, tut das auch gut. Die asthmatische Atmung und Asthmaanfälle hat er besonders häufig bei feuchtem und nebligem Wetter. Er wacht häufig zwischen 2 und 3 h nachts auf mit Atemnotanfällen und pfeifender Atmung. Ein pfeifendes Atemgeräusch hat er auch jeden Morgen, wenn er aufsteht. Im Hallenbad und überhaupt bei jedem stärkeren Wechsel von warm zu kalt und umgekehrt, hat er ein massives Engegefühl in der Brust. Die Atemnotanfälle sind immer begleitet von starkem Schweiß. Überhaupt schwitzt Markus sehr viel, der Schweiß hat einen starken, sauren Geruch.

Häufig hat Markus auch Würmer. Sie treten besonders auf, wenn er auswärts gegessen hat. Er hat dann krampfartige Bauchschmerzen, heftige Blähungen und muss häufiger erbrechen.

Essgewohnheiten: Markus ist vieles gerne, nur nicht gerne Fett vom Fleisch und dunkles Fleisch mag er auch nicht. Untereinandergekochtes mag er weniger, ihm ist es lieber, wenn alles einzeln auf dem Teller liegt.

Markus schläft sehr unruhig und zum Einschlafen braucht er einige Zeit, er dreht sich immer mit dem Gesicht zur Wand (rechte Seite).

Besondere Ängste hat er keine, ist allerdings empfindlich bei gruseligen Geschichten.

Die Mutter beschreibt ihn als aufgeschlossenes, geselliges Kind, sensibel und hilfsbereit, aber auch  sehr kritikempfindlich und aufbrausend. Er steht gern im Mittelpunkt. Er schmust und knuddelt gerne. Markus ist beim Erledigen seiner Hausarbeiten oft hektisch, ihm kann es nicht schnell genug gehen, allerdings braucht er Ruhe, damit es klappt.

Markus war in seiner Entwicklung in allem relativ früh. Die Asthmaanfälle begannen als er 8 Jahre alt war, einen besonderen Auslöser konnte man nicht feststellen. 

Markus erhielt eine Gabe seines Konstitutionsmittelsund die Anweisung eine Auflösung dieses Mittels stets mitzunehmen und bei Atemnot und Asthmaanfällen zuerst einzusetzen, sollten sich die Beschwerden nicht umgehend bessern, kann auf das Spray zurückgegriffen werden. 

Folgekonsultation nach 6 Wochen:

Die Beschwerden sind um ca. 30 % besser. Die Auflösung des Mittels hat im Akutfall genau so schnell geholfen wie das Asthmaspray, so dass dieses nicht mehr eingesetzt wurde.

Zwischenzeitlich hat Markus noch einmal Würmer gehabt. 

Telefonat nach weiteren 8 Wochen

Es war eine kontinuierliche Besserung der Beschwerden festzustellen. Mittlerweile besteht auch bei Schweiß und körperlicher Anstrengung keine Atemnot mehr. Markus schläft nachts ohne Probleme durch und hat wieder viel Freude am Fußballspielen. Würmer sind nicht mehr aufgetreten.

 

 

Julia, 7 Jahre, Lernbehinderung

Vorgeschichte

Julia wurde in Steißlage mit Nabelschnurvorfall geboren und hatte nach der Geburt einen Herzstillstand. Sie nimmt seit 4 Jahren Epilepsiemittel, da nach motorischen Auffälligkeiten im Schlaf EEG entsprechende Indikationen auftraten. Julia hat mit ca. 14 Monaten laufen gelernt. Sprechen mit ca. 3 Jahren.

In der ersten Klasse der Grundschule fällt jetzt auf, dass ihre Konzentration sehr schnell erlahmt, die Lehrerin muss sich immer noch mal mit ihr gesondert befassen, damit sie die Unterrichtsinhalte mitbekommt. Julia ist ruhig im Unterricht, träumt vor sich hin und fängt häufiger an leise vor sich hin zu singen. Sprachlich macht sie Fehler bei der Satzstellung. Beim Rechnen hat sie noch mehr Schwierigkeiten, sie erkennt einige Zahlen nicht. Aufgrund der erheblichen Schwierigkeiten rät die Lehrerin zum Besuch einer Sonderschule. Zwei unterschiedliche Intelligenztests bescheinigen ihr weit unterdurchschnittliche Leistungen im Gegensatz zur entsprechenden Altersgruppe und ein insgesamt für ihr Alter naives Verhalten.

Zu Hause wird sie schnell zornig, braust auf, wirft mit Gegenständen, die sie gerade in der Hand hat, wenn es nicht nach ihrem Willen geht oder wenn etwas nicht klappt. Sie ist äußerst kritikempfindlich.

Sie hat immer schon ein sehr hohes Schlafbedürfnis, schläft tief und fest und ist morgens schwer zu wecken. Sie hat Speichelfluss im Schlaf. Julia braucht nach wie vor ihren Mittagsschlaf. Julia nässt auch immer wieder Nachts ein. Sie wird dadurch nicht wach, die Mutter bemerkt es erst am Morgen beim Wecken.

Julia ist sehr durstig, die Mutter gibt ihr allerdings abends wegen dem Einnässproblem nichts mehr zu trinken. Julia hat guten Appetit. Mag auch gerne Süßigkeiten. Sie ist dabei sehr schlank.

Julia ist ein ordentliches Kind, das ohne Aufforderung selber ihr Zimmer aufräumt. Julia hat eine auffallende Hauttrockenheit, auch die Schleimhäute, besonders die Augen sind sehr trocken. Insgesamt ist es ihr meist zu warm.

Julia weicht in der Praxis jedem Blickkontakt aus, schaut zu Boden, lümmelt sich auf den Schoß der Mutter. Auf Fragen gibt sie keine Antwort, zappelt unruhig herum, schaut die Mutter an. Nach kurzer Zeit wird sie ungeduldig und drängt die Mutter hartnäckig und unentwegt zum Aufbrechen.

Schon aus der Vorgeschichte heraus ist dies ein völlig anderer Fall, der natürlich auch langfristigere Behandlung bedarf.

Innerhalb weniger Wochen hörte Julia auf nachts einzunässen. Unter der homöopathischen Behandlung wurden, unter Abstimmung mit den Fachärzten, die Epilepsiemedikamente aus geschlichen. Das Schlaf-EEG zeigte auch nach Absetzen der Medikamente keine Veränderungen.

Das Schlafbedürfnis sinkt, so dass sie schon bald ohne Mittagsschlaf auskommt. Im gesamten Verhalten wird sie aufgeschlossener. Die Mutter sagt, sie ist kein so trauriges Kind mehr. Auch die Konzentrationsfähigkeit wird im Laufe der Behandlung langsam besser, so dass die Lehrerin durchaus zufrieden mit ihr ist und eine Sonderpädagogischen Betreuung nicht mehr in Betracht gezogen werden muss.

Julia hat unter homöopathischer Behandlung und kontinuierlicher Betreuung bei den Hausaufgaben mittlerweile nach 4 Jahren erfolgreich die Grundschule abgeschlossen und besucht eine Regelhauptschule.

 

 

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